Projekte

An folgenden Projekten war Heinz Ehrbar für die AlpTransit Gotthard AG und die Electrowatt Engineering in Schlüsselfunktionen tätig:

AlpTransit Gotthard, Gotthard Basistunnel

Der Gotthard Basistunnel ist mit 57 km Länge derzeit der längste Eisennbahntunnel der Welt. Er ist Bestandteil des schweizerischen NEAT-Konzeptes (NEAT = neue Eisenbahn Alpentransversalen). Ende 2016 wird der fahrplanmässige Betrieb aufgenommen.

 

Das gesamte Tunnelsystem weist eine Länge von 151.8 km auf und besteht aus:

  • 2 Einspurtunnelröhren von 8.5 bis 13 m Ausbruchdurchmesser bei Überlagerungshöhen bis zu 2400 m
  • zwei Multifunktionsstellen bestehend aus Nothaltestellen, Fluchtwegen, Kavernen und Räumen für den Bahnbetrieb und Lüftungssystemen
  • alle 312.5 m ein Querschlag
  • Stollen und Schächte als Zugänge und für das Lüftungssystem

 

2/3 des gesamten Tunnelsystems wurde mit Tunnelbohrmaschinen aufgefahren, 1/3 erfolgte im konventionellen Ausbruch. Nebst hohen initialen Gebirgsspannungen welche Bergschläge und stark  druckhaftes Gebirge zur Folge hatten, waren im Vortrieb hohe Gebirgstemperaturen (bis 46°C) und Wasserzutritte zu meistern.

 

Die langen Tunnelvortriebe stellten die Unternehmer vor grosse logistische Herausforderungen, da mehrere Arbeitsstellen jeweils ver- und entsorgt werden mussten.

 

Im Frühjahr 2012 wurde das Innengewölbe des Gotthard Basistunnels fertig betoniert. Seither laufen die Restarbeiten des Rohbaus und vor allem die Einbauarbeiten der Bahntechnik.

 

Taiwan High Speed Rail, Design Lot D3

Die 345 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke verbindet seit 2007 die Städte Taipei und Kaoshiung.

 

Rund 300 km befinden sich auf Brücken. 30 Tunnel waren nötig. Die Auslegegeschwindigkeit beträgt 350 km/h was eine Fahrzeit zwischen den beiden Städten von 90 min ergibt. Die Zugfolgezeit beträgt in Spitzenzeiten 3 Minuten.

 

Das Design Lot D3 umfasste ein ca. 40 km langes Teilstück zwischen Hsinchu und Miaoli mit 19 Zweispurtunnels  (totale Länge ca.10 km) mit über 140 m2 Ausbruchquerschnitt in teilweise sehr schwierigen Baugrundverhältnissen.

 

Im Rahmen der Erarbeitung des Bauprojektes galt es für das Design Lot D3 die Vortriebsmethoden und die Ausbruchsicherung festzulegen.

Wasserkraftwerk Mauvoisin II, Schweiz

Die Anlage Mauvoisin II wurde in den Jahren 1993-1995 als Ergänzung des bestehenden Kraftwerks Mauvoisin mit einem Spitzenleistungskraftwerk von 550 MW Leistung geplant.

 

Die Anlage bestand aus den folgenden Komponenten:

  • 20 km langer Druckstollen
  • Wasserschloss
  • Schrägschacht mit einer Fallhöhe von 1500 m
  • 3 Kavernen für das unterirdische Kraftwerk
  • Unterwasserstollen
  • einem Ausgleichsbecken zur Reduktion von Schwallerscheinungen

Trotz vorhandener Baubewilligung und dem Vorliegen bereinigter Offerten für die Hauptarbeiten wurde1995 auf den Bau des Kraftwerks Mauvoisin II verzichtet.

Erneuerung Kraftwerk Augst - Wyhlen, Schweiz/Deutschland

Das von zwei unabhängigen Eigentümern betriebene Doppelkraftwerk Kraftwerk Augst-Wyhlen am Hochrhein nahm 1912 den Betrieb auf und wurde zwischen 1988 und 1994 total erneuert.

 

Durch den Einbau von STRAFLO-Maschinen direkt vor den bestehenden Krafthäusern konnte die Anlage auf die dop­pelte Produktion ausgebaut werden, wobei die bestehenden Krafthäuser in ihrer Erscheinung weitgehend erhalten werden konnten.

 

Zusätzlich wurde in Augst die Schleuse umgebaut und Massnahmen zur Verbesserung der Schiffahrt realisiert. In Wyhlen wurde ein neuer Fischaufstieg gebaut.

Wasserkraftwerk Pradella - Martina, Schweiz

Die untere Innstufe Pradella-Martina ist Bestandteil der Engadiner Kraftwerke AG, Zernez. 

Das Kraftwerk wurde von 1989 bis 1994 gebaut.

 

Das Kraftwerk umfasst die folgenden Objekte

  • Wehr mit Wasserfassung und Fischbach
  • Ausgleichsbecken
  • 14 km langer Druckstollen
  • Wasserschloss
  • Vertikalschacht
  • Kavernenkraftwerk mit 72 MW installierter Leistung (2 Francis - Turbinen)
  • Unterwasserstollen und Asulaufbauwerk

Wasserkraftwerk San Gaban II, Peru

Das Wasserkraftwerk San Gaban II in der Provinz Puno (Peru) wurde in den Jahren 1996 bis 2000 mit einer installierten Leistung von 110 MW gebaut.

 

Die Anlage  umfasst die folgenden Bestandteile

  • Wehr mit Wasserfassung
  • Ausgleichsbecken
  • Druckstollen 7.5 km lang, teilweise mit Spritzbeton  verkleidet
  • Schrägschacht mit 600 m Fallhöhe
  • Kavernenzentrale mit zugehörigem Stollensystem.

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